
Urlauber, die von der slowenischen Adria oder aus Ljubljana nach Österreich reisen, müssen einige Dinge beachten. Eine einfache Nutzung des Straßentunnels mit der Slowenien-Vignette ist beispielsweise nicht möglich; Für die Tunnelzufahrt ist eine gesonderte Maut zu entrichten.
Aktuelle Statistiken zeigen, dass in Spitzenzeiten täglich etwa 30.000 Fahrzeuge den Karawankentunnel passieren. Auch außerhalb der Ferienzeit oder an Sommerwochenenden ist das Verkehrsaufkommen mit rund 10.000 Fahrzeugen, die den Tunnel nutzen, weiterhin beträchtlich.
Angesichts der großen Zahl an Reisenden sind gelegentliche Verkehrsstaus keine Überraschung. Doch warum entscheiden sich täglich so viele Menschen für den Straßentunnel? Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse, die wir über die Route gesammelt haben.
Länge des Karawankentunnels
Die derzeit in Betrieb befindliche Röhre des Karawankentunnels ist 7.864 Meter lang. Die neue Röhre, die mit 7.948 Metern noch länger ist, wird bald vorübergehend die Weströhre ersetzen. Die Länge des Tunnels ergibt sich aus der Streckenführung durch die Karawanken, einem Teil der Kalkalpen. Ohne diesen Tunnel müssten Autofahrer für die gleiche Strecke mit einer zusätzlichen Stunde Fahrt rechnen.
Fahren Sie von Jesenice (Slowenien) nach Villach (Österreich) durch den Karawankentunnel
Der Karawankentunnel verbindet zwei große Autobahnen. Wenn Ihre Reise in Slowenien beginnt, fahren Sie in Richtung des Tunnels der Avtocesta A2, einer Autobahn, die mehrere europäische Grenzen verbindet. Diese Route erstreckt sich von Kroatien über Slowenien, vorbei an der Hauptstadt Ljubljana und erreicht die kleine Stadt Jesenice in Oberkrain. In Ljubljana kreuzt sich die A2 mit der A1, die zur slowenisch-ungarischen Grenze führt.
Wenn Sie durch den Tunnel nach Norden fahren, erreichen Sie Villach, Österreich. In Österreich ist die A2 als Karawankenautobahn A11 bekannt, die eine Verlängerung der A10 Tauernautobahn darstellt. Die A10 durchquert einen großen Teil Österreichs und endet bei Salzburg, nahe der deutschen Grenze. Die strategische Lage des Karawankentunnels und seiner Verbindungsautobahnen unterstreicht seine Bedeutung für die Verbindung mehrerer Regionen und Länder.
Renovierungsarbeiten: Die zweite Röhre
Angesichts des hohen täglichen Verkehrsaufkommens hat der Karawankentunnel seine Kapazitätsgrenze erreicht. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wird seit 2018 eine zweite Tunnelröhre gebaut, deren Fertigstellung bis 2025 erwartet wird. Sobald die neue Röhre in Betrieb ist, wird die „alte“ Röhre einer Sanierung unterzogen.
Wenn Begriffe wie „Generalsanierung Vorbereitungsphase 01 km“ fallen, beziehen sie sich auf dieses bedeutende Bau- und Sanierungsprojekt. Die gesamten Bauarbeiten sollen bis 2027 abgeschlossen sein, danach werden beide Röhren voll betriebsbereit sein.

Aus Slowenien:
- Loiblpass: Diese Route führt von Tržič nach Ferlach und ist eine sinnvolle Alternative.
- Wurzenpass: Ein weiterer nahegelegener Übergang, der Wurzenpass, bietet eine Route von Jesenice über Kranjska Gora nach Villach. Beginnen Sie auf der R201 in Slowenien und fahren Sie weiter auf der B109 (Wurzenpass St.) in Österreich.
Wichtige Überlegungen:
- Einschränkungen: Diese Strecken sind nicht für Fahrer mit Anhänger geeignet.
- Reisezeit: Aufgrund der niedrigeren Geschwindigkeitsbegrenzungen und des Umwegs über die Alpen ist mit einer längeren Reisezeit zu rechnen.
- Alternativen: Im schlimmsten Fall müssen Sie möglicherweise auf die Bahn oder andere öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Autofahrer in der Nähe von Jesenice in Slowenien brauchen oft viel Geduld. Wenn Sie Verkehrsmeldungen hören und Durchsagen wie "Aktueller Stau Karawankentunnel" oder "Verkehrsstau" hören Karawankentunnel heute live, seien Sie auf mögliche Verzögerungen vorbereitet.
Hier können Sie auch anschauen die Durchfahrt durch den Karawankentunnel in Slowenien in Echtzeit.
Verkehr in beide Richtungen
Typischerweise kommt es in beiden Richtungen zu Staus. Dies bedeutet, dass Reisende, die von Slowenien nach Österreich reisen, sowie diejenigen, die in die Gegenrichtung reisen, am Grenzübergang mit Wartezeiten rechnen müssen.
Gründe für Staus: Schließung des Karawankentunnels
Mehrere Faktoren können zu Staus im Karawankentunnel führen:
- Unfälle: Ein Unfall im Tunnel kann zu erheblichen Störungen führen.
- Fahrzeugpanne: Ein liegengebliebenes Auto oder ein liegengebliebener LKW, der eine Fahrspur blockiert, kann zu Verzögerungen führen.
- Straßenarbeiten: Baustellen vor oder nach dem Tunnel verlangsamen oft den Verkehr.
- Hohes Verkehrsaufkommen: Erhöhter Verkehr während der Sommerferien.
- Grenzkontrollen: Sicherheitskontrollen an der Grenze können zu Rückstaus führen.
- Bausperrungen: Der Tunnel kann wegen Wartungs- oder Reparaturarbeiten geschlossen sein.
- Ereignisse und Wetter: Marathons, widrige Wetterbedingungen und andere Ereignisse können ebenfalls zu Verkehrsbehinderungen führen.
Die Gründe für Verzögerungen im Verbindungstunnel zwischen Jesenice und Villach am Faaker See sind vielfältig. Derzeit gibt es keine Schließungen oder bekannte Probleme, die zu langfristigen Stillständen führen könnten. Es ist jedoch immer ratsam, sich vor Ihrer Reise nach Österreich über die aktuelle Situation zu informieren, um angekündigte Behinderungen zu vermeiden. Gleiches gilt für Ihre Rückreise nach Slowenien.
Größere Staus am Karawankentunnel vermeiden
Bevor Sie sich Jesenice und der Mautstelle des Karawankentunnels nähern, prüfen Sie die örtlichen Verkehrsbedingungen. Ein paar Kilometer entfernt könnte es zu spät sein und Sie könnten in einer langen Warteschlange stecken bleiben.
Um auf dem Laufenden zu bleiben, können Echtzeitdaten sehr hilfreich sein. Während Radio-Updates nützlich sind, ist die Live-Webcam am Karawankentunnel eine weitere Option. Suchen Sie einfach online nach „Livecam Karawankentunnel“, um den Verkehr zu überwachen. Dies ist besonders bei Wochenend- oder Urlaubsreisen von Vorteil.

Wir haben die Maut für den Karawankentunnel bereits besprochen, es gibt jedoch wichtige Details zu beachten, vor allem weil jedes „Tunnelende“ in die Zuständigkeit verschiedener Behörden oder Infrastrukturunternehmen fällt.
Auf slowenischer Seite betreut DARS den Straßentunnel, während auf österreichischer Seite die ASFINAG die Leitung übernimmt. Es handelt sich um ein einzigartiges Szenario, bei dem zwei Unternehmen einen Straßenabschnitt gemeinsam verwalten, was aufgrund der Lage des Tunnels an der Grenze erforderlich ist und somit einen Ausnahmefall darstellt.
Die Maut für den Karawankentunnel wird an der Mautstelle Hrušica erhoben, wenn Sie aus Slowenien einreisen. Die Maut kann vor Ort mit verschiedenen Zahlungsarten (Bargeld, Kreditkarte oder Bankkarte) beglichen werden. Für häufige Tunnelnutzer ermöglicht eine Punktekarte die Vorauszahlung mehrerer Fahrten. Während für den Karawankentunnel keine Vignette erforderlich ist, ist für den vorangehenden Abschnitt (Avtocesta A2) eine Vignette erforderlich. Denken Sie also daran, sich vor Ihrer Reise eine Vignette zu besorgen.